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Das "Wort zur Woche" ist ein wöchentlicher Beitrag von Zac Poonen zu wichtigen biblischen Themen, die Anregung zur Christus-Nachfolge im täglichen Leben geben. Jede Ausgabe enthält einen Auszug aus seinen Artikeln, Büchern oder Predigten. Ziel ist nicht nur Information , sondern Umgestaltung in das Ebenbild Christi.
Röm 8,29 Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Schätze des neuen Bundes im Buch Hesekiel
Wort zur Woche von Zac Poonen
16 September 2018

Hesekiel 36,25-37 ist eine herrliche Prophezeiung über das Leben im neuen Bund. Es ist eine Beschreibung des christlichen Lebens, wie Gott es vorgesehen hat. Er verspricht, uns zuerst gründlich zu reinigen, indem Er alle Götzen aus unserem Herzen entfernt, und dann unser hartes Herz wegzunehmen und uns ein neues weiches Herz zu geben. Danach wird Er Seinen Heiligen Geist in unser Herz legen und dann wird Er bewirken, dass wir auf Seinen Wegen wandeln, und Er wird bewirken, dass wir in Seinen Geboten wandeln, und so wird Er uns von aller Unreinheit reinigen (Hesekiel 36,25-29). Aber das alles kann nur geschehen, wenn wir zu Gott beten und Ihn bitten, es für uns zu tun (Hesekiel 36,37). Wenn wir nicht um dieses Leben bitten, werden wir es nicht empfangen. Und wenn wir in dieses herrliche Leben eintreten, werden wir vor uns selbst „Abscheu empfinden“ (Hesekiel 36,31), wenn wir an unser altes Leben denken. Es ist eines der Hauptkennzeichen eines geisterfüllten Mannes, dass er sich selbst verabscheut wegen all der Sünde, die er in seinem Fleisch sieht, und zu Gott schreit: „Ich elender Mensch, ich bin der größte Sünder“ (Römer 7,24; 1. Timotheus 1,15). Ein geisterfüllter Mann sieht niemals eine Sünde in einem anderen, solange er dieselbe Sünde nicht in seinem eigenen Fleisch erkennt und sich selbst dafür verabscheut. Je mehr wir uns Gott nähern, desto mehr werden wir uns unserer eigenen Sünde bewusst.

Hesekiel 37 ist ein Gleichnis für das Auferstehungsleben. Gott führte Hesekiel auf eine Ebene voller vertrockneter Totengebeine und sagte ihm als erstes, dass er über sie weissagen soll. Das Wort Gottes ging aus, und die Knochen fügten sich zusammen und Fleisch wuchs an ihnen. Aber sie brauchten mehr als allein Gottes Wort, sie brauchten auch den Heiligen Geist. Als der Heilige Geist auf diese toten Leiber kam, standen sie auf und wurden zu einer mächtigen Armee von Soldaten für den Herrn. Das ist ein Bild davon, was Gott heute in der Gemeinde tun möchte. Viele Christen sind anfangs genauso wie diese dürren Knochen, steif und tot, bei aller Korrektheit der Lehre. Wenn sie auf Gottes Wort reagieren, beginnen sie, sich als Christen zu versammeln (Knochen kommt zu Knochen), ein anständiges, ordentliches Leben zu führen (es besteht bereits eine gewisse Schönheit, wenn Fleisch auf den Knochen liegt). Aber etwas brauchen diese Christen noch, damit sie eine mächtige Armee für den Herrn werden können. Sie müssen angetan werden mit der übernatürlichen Kraft des Heiligen Geistes. Das ist die Botschaft des Kapitels 37.

In Hesekiel 43 lesen wir von der Herrlichkeit Gottes, die den alten Tempel verließ und sich zum neuen Tempel kehrte – zur Gemeinde des neuen Bundes, die vom Tag des Pfingstfestes an geschaffen wurde. Der Herr nennt die Gemeinde den „Ort meines Thrones“ (Hesekiel 43,7). Das Gesetz für diese Gemeinde des neuen Bundes wird so beschrieben: „Sein ganzes Gebiet soll hochheilig sein“ (Hesekiel 43,12). Im alten Bund hieß nur ein kleiner Raum am westlichen Ende das „Allerheiligste“; dort wohnte Gott. Aber im neuen Bund ist der gesamte Tempel (die Gemeinde) Allerheiligstes. Um heute die Gemeinde als Gottes Tempel zu bauen, müssen wir dieses eine grundlegende Gesetz befolgen – absolute Heiligkeit für jedes Glied darin. Sünde darf in keiner Form und bei niemandem geduldet werden. Von einem solchen heiligen Tempel (einer geisterfüllten Gemeinde oder Person) beginnt ein kleines Rinnsal zu fließen, das zu einem Strom und schließlich zu vielen Wasserströmen wird (Hesekiel 47). Diese Passage zitierte Jesus in Johannes 7,37-39, als Er von „Strömen lebendigen Wassers“ sprach, die von einem Menschen fließen werden, der mit dem Heiligen Geist erfüllt ist. Es begann am Tag des Pfingstfestes und fließt seither durch die Männer und Frauen Gottes. Dieses Leben beginnt als kleines Rinnsal, bevor es zum großen Strom und zu vielen Strömen wird.

Der Herr braucht Menschen wie Hesekiel, die bereit sind, Ihm völlig zu gehorchen.
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In Hesekiel 47,3-6 gab der Herr Hesekiel einen kleinen Vorgeschmack davon, was es heißt, ein geisterfülltes Leben zu führen. Er führte Hesekiel Schritt für Schritt in den Strom. Nach etwa 500 Metern reichte das Wasser bis an Hesekiels Knöchel. Nach weiteren 500 Metern reichte es bis an seine Knie. Nach weiteren 500 Metern reichte das Wasser ihm bis zur Hüfte. Und nach wiederum 500 Metern war das Wasser so tief, dass Hesekiel keinen Grund mehr unter den Füßen hatte und sich vom Strom des Wassers tragen ließ. Wir können wie Hesekiel immer weiter vorangehen in unserem Wandel mit Gott. Oder wir können an einem bestimmten Punkt anhalten. Gott wird uns nie zwingen, weiter zu gehen als wir wollen. Als Elisa dem Elia folgte (2. Könige 2), prüfte Elia ihn fortgesetzt, um zu sehen, ob er hungrig nach mehr war oder zufrieden mit dem, was er bereits hatte. Weil Elisa nicht zufrieden war, bis er das Beste von Gott hatte, empfing er die doppelte Salbung für sein Leben. Wir sehen, dass Hesekiel hier in ähnlicher Weise geprüft wurde. Auch er wollte immer weiter in den Strom hinein, bis er Wasserströme erreichte, in denen er schwimmen musste. Du kannst das Wirken des Heiligen Geistes in deinem Leben bis zu einem gewissen Grad erfahren und doch an einem Punkt anhalten, der noch nicht das Beste von Gott ist.

Beachte auch dies: Als das Wasser Hesekiel bis zu den Knöcheln reichte, bis zu den Knien oder auch bis zur Hüfte, standen seine Füße immer noch auf Grund. Aber dann, wenn unsere Füße von der Erde weggenommen sind, wissen wir, dass wir wirklich mit dem Heiligen Geist erfüllt sind. An diesem Punkt sind wir „losgelöst von der Erde und den irdischen, materiellen Dingen“ und wir beginnen, „uns vom Geist führen zu lassen, nach dem Willen Gottes und nicht nach unserem eigenen Willen“.

Im letzten Vers des Buches (Hesekiel 48,35) wird der Name dieser Gemeinde des neuen Bundes genannt: „Hier ist der Herr“ – Jehova Shamma. Du und ich sind berufen, diese Gemeinde zu bauen, in der die Menschen erkennen, dass der Herr in Seiner ganzen Herrlichkeit hier mitten unter uns ist. Aber um diese Gemeinde zu bauen, braucht der Herr Menschen wie Hesekiel, die bereit sind, Ihm völlig zu gehorchen.

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Letzte Änderung am Sonntag, 16. September 2018